Einsteiger Plattenspieler

Wieviel muß man ausgeben für den Plattenspieler Einstieg?

Erfreulicherweise stellen wir in den letzten Wochen fest, daß sich immer häufiger Jugendliche für das Thema interessieren. Es besuchen uns immer mehr junge Leute in unserem Hifi Ladengeschäft in Holzkirchen, die sich über einen Einsteiger Plattenspieler informieren.
Nur fällt uns hier eine kleine Diskrepanz auf zwischen dem was wir für preiswert erachten und dem, was ein Jugendlicher bereit ist aus zu geben für einen Schallplattenspieler.
Gehen wir einmal davon aus, daß wir von Klangheimat nicht ruhigen Gewissens eine China-Baumarkt-Kiste anbieten können, so wie man sie neuerdings vermehrt in den großen Supermarkt Ketten findet, bleibt der Phono Einstieg zwangsläufig der Firma Project aus Österreich oder Audio Technica aus Japan vorbehalten. Diese beiden Firmen haben ihr Angebot auf hohem Niveau auch nach unten abgerundet.
So eine Plastikgurke für 89,- € hat nichts, aber auch gar nichts mit einem Plattenspieler gemein. So ein Gerät ist eine Zumutung für die Ohren, Augen und das haptische Empfinden. Derart möchte man sich diesem spannenden Thema sicher nicht als Einsteiger nähern, möchte man nicht Gefahr laufen, das neue Hobby gleich wieder in der Versenkung verschwinden zu sehen.
audio technica at lp120 usb plattenspieler klangheimat
Empfehlen wir aber einen Audio Technica AT-LP120USB, einen Rega RP1 oder einen Project Essential II mit entsprechendem Zubehör, sieht man das Entsetzen in deren Augen.
Interessanterweise sind es die gleichen Jugendlichen, die während des Verkaufsgespräch plötzlich ein 800,- € Smartphone aus der Tasche zücken, oder in ihren Designer Klamotten durch die Lande ziehen.
Sind diese 300,- € bis 500,- € für einen vernünftigen Plattenspieler Einstieg zu teuer? Ich denke es nicht. Auch in meiner Jugend hatten solche Geräte ihren Preis. Man investierte halt 1000,- DM, anstatt 500,- €. Dieses Geld hatten wir auch nicht zur freien Verfügung, wir ersparten es uns aber. Ich für meinen Teil hatte mich zu dieser Zeit während meiner Schulferien in Ludwigshafen am Rhein, Mannheim oder Heidelberg in Produktionswerken rumgeschlagen, teilweise sogar in Schichtarbeit, um mir meinen Thorens leisten zu können.

Es hat definitiv nichts damit zu tun, daß das Geld nicht vorhanden wäre. Die Prioritäten haben sich einfach nur verschoben. Mir erscheint es fast, der Jugendliche von heute definiert sich nur noch über sein Smartphone.
Als ambitionierter Motorradfahrer kann ich auch sagen, daß sich hier ebenfalls kaum noch ein Jugendlicher die Nase vor dem Moppedhändler platt drückt.
Selbst eine aktuelle Ducati vor einer Schule, wird heutzutage kaum noch eines Blickes gewürdigt.
Ich hätte dafür fast meine Mutter verkauft damals.

Im Moment hat der Jugendliche von heute kaum noch einen Qualitätsanspruch an sich und seine Umgebung. Ich möchte das nicht verallgemeinern, sicher gibt es immer wieder löbliche Ausnahmen.
Im Allgemeinen denke ich aber, daß man heutzutage einfach keine Richtung mehr hat und sich in einem Vakuum verliert.
Wir sind alle völlig übertriggert von einem digitalen und medialen “Overflow”, der verhindert, daß wir uns kanalisieren, sammeln und danach fokusieren können. Besonders die Heranwachsenden.
Dies führt meiner Meinung nach zu einer Verrohung und Abkehr von Werten.
Man sieht das insbesondere im Online-Handel, wo heutzutage kaum einer mehr Skrupel hat, Dinge bei einem kleinen Händler auf dessen Kosten zu bestellen und nach Benutzung einfach wieder (erneut auf Kosten des Händlers) zurück zu schicken.
Es fehlt häufig jeglicher Respekt sowie Wertschätzung an Person, Gegenstand und Würde.

Aber zurück zum Einsteiger Plattenspieler. Nach wie vor denke, daß man mit einem Audio Technica AT-LP120USB einen ganz fantastischen Einstiegs Plattenspieler bekommt, der nicht nur perfekt verarbeitet ist, mit einer enormen Ausstattung einher kommt, sondern auch noch wirklich vernünftig klingt. Für 280,- € erhält man einen Plug & Play Plattenspieler, der Freude macht und einige Erweiterungen der Hifi Anlage sicherlich übersteht.
Wer sich ernsthaft für Phono interessiert, sollte schon bereit sein, dieses Geld aus zu geben. Güstiger erhält man keinen vernünftigen Plattenspieler.
Damit zeigt er auch, daß er sich etwas wert ist und die Qualitäten guter Musikwiedergabe zu schätzen weiß.
Bis vor kurzem war es so, daß für den Hifinachwuchs absolut nichts getan wurde. Dies hat sich aber geändert. Dennoch ist Hifi ein Hobby, das man nicht geschenkt bekommt. Genau wie ein hochwertiges Snow-Board, oder -um beim vorherigen Beispiel zu bleiben- ein gutes Smartphone, hat Hifi einfach seinen Preis. Es ist einfach nur eine Frage der Wertschätzung.

Ein Plattenspieler benötigt einen gute Zarge nebst Plattenteller, einen ordentlichen Antrieb, einen hochwertigen Tonarm und Tonabnehmer um gut klingen zu können. Auch der eingesetzte Phono Vorverstärker, intern oder extern, muß eine gewisse Qualität aufweisen.
Dies alles zusammen bekommt man nicht für 80,- €, genauso wenig wie man ein Smartphone für diesen Preis erhält.
Vielleicht hilft dieser Vergleich die Sachlage neu einzuschätzen. 
Als Resumé: ein Einsteiger Plattenspieler der richtig gute Hifi Qualitäten aufweist, schlägt mit etwa 250,- bis 300,- € zu Buche. Dieser kommt mit Phono Verstärker, Tonabnehmer und entsprechenden Zubehör.
 

Groß- und Kleinschreibung in Zeiten des Internet

Die Deutsche Sprache ist dem Niedergang geweiht!

Nicht nur, daß wir mit Stolz an jeder Ecke Anglizismen verwenden, die in ihrer perversten Art mit großen "Sales" Werbebannern den eigentlich "Schlußverkauf" deutschlandweit anpreisen und mit dem "Blockbuster" oder "Public Viewings" Menschen konzentriert sammeln möchten. -Das Schöne an so etwas ist im übrigen, daß so gut wie niemand weiß, daß es für den Begriff "Blockbuster" im Englischen und Amerikanischen keine andere Bedeutung gibt als die, die die Sprengkörper im Zweiten Weltkrieg bezeichnet, welche dafür gedacht waren Deutsche Häuserketten auf zu reißen. Public Viewing ist, -das ist noch interessanter- eine Deutsche Erfindung. Es gibt diesen Begriff im Englischen Sprachraum gar nicht. –
Sei es drum. Dies ist nicht mehr auf zu halten und ich habe mich damit abgegeben. Nein. nun erscheint langsam aber sicher alles klein.

Was mich als Online-Händler in letzter Zeit wirklich stört und immer mehr auffällt ist, daß langsam aber sicher die Kleinschreibung in die Deutsche Kommunikation Einzug hält. ES GIBT IM DEUTSCHEN KEINE KLEISCHREIBUNG !!!!!
Genauso wie es auch keine Großschreibung gibt. Es sieht nicht nur schlecht und unhöflich aus, es führt auch dazu, daß der Deutsche langsam verlernt, wie die korrekte Schreibweise eigentlich funktioniert.
Wir erhalten immer mehr eMails in kompletter Kleinschreibung. Das gleiche gilt für die Anlage von Benutzerdaten. Alles klein. Das sieht wie gesagt nicht nur unschön aus, es ist schlicht und einfach falsch. Eine eMail ist nichts anderes als ein Brief und noch -glücklicherweise- haben wir in Deutschland die große Tradition unserer Sprache noch nicht ganz aufgegeben. Dazu gehört nun halt auch die Unterscheidung zwischen klein und GROSS !
Adressdaten ändere ich manuell immer in die richtige Variante ab. Und da ich mir hierbei schon so viel Mühe gebe, kann ich dies nun mit diesem Artikel auch gleich publizieren.

Bitte, bitte liebe Mitmenschen in Deutschland, gewöhnt Euch dies nicht an. Mir tut es im Herzen weh !! Möchten wir wirklich bald Texte ohne Punkt und Komma, mit falsch verwendeten "s" "ss" und "ß" sowie alles in klein lesen ?

Eure Klangheimat

 

Die Verrohung guten Deutschen Benehmens

…. oder …. über das sich häufende Fehlverhalten Deutscher Kundschaft.

Aus gegebenen Anlass habe ich mich dazu entschlossen, einzige Zeilen diesem Thema zu widmen. Aus guter Quelle weiß ich nämlich, daß ähnliche Vorfälle bei allen unseren Kollegen an der Tagesordnung sind.

Als "normal" erzogenen Menschen erschließt es sich mir einfach nicht, was einem dazu bringen kann, sich der nachfolgend beschriebenen Art und Weise zu verhalten.
Es ist kein Einzelfall bei uns und erst kürzlich informierte mich die befreundete Konkurrenz, daß sie leider über ähnliche Fälle berichten muß.

Ein Kunde schließt einen rechtswirksamen Vertrag durch den Kauf eines oder mehrerer Artikel über unseren Onlineshop ab.
Daraufhin bestellen wir die Waren, packen sie sorgfältig ein, informieren über den Versandstatus, stellen die Versandpapiere aus, erzeugen die Rechnung und geben sie dem Kurierdienst mit.
Nach einigen Tagen kommt die Bestellung ungeöffnet zurück mit dem Vermerk "Empfänger verweiggert Annahme"

In aller Regel hört man von dem Kunden danach auch nichts mehr.
Folgendes -in Kosten ausgedrückt- bedeutet es für den Versender

  • Bestellung aufgeben – 10 Minuten
  • Bestellung verpacken inkl. Erstellung der notwendigen Dokumente – 20 Minuten
  • 4,- € netto Versandgebühr hin
  • 4,- € netto Versandgebühr zurück
  • Verpackung 0,70 € netto
  • Stornogebühr Rechnung 3,- € netto (da Fremddienstleister)

Legen wir jetzt einmal einen mittleren Stundensatz von 12,- € zu Grunde, sind dem Versender hier Kosten in Höhe von 17,70 € entstanden. Hierbei sollte man im Auge behalten, daß die Kalkulation von LP’s oft bei 20% liegt. Jeder sollte sich den Gewinn hier selbst ausrechnen können.

Dies ist schlimm genug. Was ich aber nicht verstehen kann ist, weshalb man nicht einmal ein "ich bitte um Entschuldigung" vom Kunden vernehmen darf. Einfach überhaupt keinen Satz zu diesem Vorfall. Weder im Vorfeld, noch anschließend.
Wo leben wir denn heute eigentlich ? So etwas käme mir niemals in den Sinn.
Letztendlich bleiben auch nur zwei Gründe für so einen Umstand:

  • nach dem Kauf hat der Kunde die Ware irgendwo anders billiger gefunden
  • er hat es sich anders überlegt

Ich appeliere an jeden Kunden sich darüber im Klaren zu sein, daß nicht alle Anbieter auf "Global Player" Niveau operieren und statt ihren Porsche, ihre Familie zu unterhalten haben !

Windradfreies Dietramszell

Gegen Windräder im Bayerischen Voralpenland

Ich möchte nicht als Gegner alternativer Energieformen sein. Aber bis zum heutigen Tag erscheint mir die Nutzung von Windenergie als äußerst fragwürdig. Mich würde interessieren, wie lange ein solches Monstrum laufen muss um die Energie wieder ein zu bringen, die zu deren Herstellung notwendig war. Immerhin sprechen wir von einem Gebilde bis 200 Meter aus Aluminium, Stahl und Beton. 
Diese in abgelegenen Windparks angebracht, erscheint mir noch als sinnvoll. Nicht aber inmitten von Wohngebieten. Jeder der sich mit dieser Thematik beschäft weiß um die Nachteile dieser Mastgiganten (Geräuschentwicklung, Sog etc)
Das schlagkräftigste Argument von allen ist aber die totale Verschandelung der natürlichen Umgebung. Ich weiß auch nicht wie es Ihnen geht. Regelmässig wenn ich gegen Abend an solchen "Monstern" vorbei fahre, ergreift mich ein unwohles Gefühl.

Um so mehr war ich schockiert, als ich von der Genehmigung von 200 Meter Mästen in der Gemeinde Dietramszell lesen musste, in der wir uns vor 3 Jahren nieder ließen.
Dieses wunderschöne Gebiet im Bayerischen Voralpenland mit unverbauten Blick auf die Alpen ist für mich an Natürlichkeit und Ursprünglichkeit kaum zu überbieten.

Von uns ein klares Nein, das auch energiepolitisch für uns völliger Nonsens ist.
Unterstützen auch Sie die Bürgerinitiative von Dietramszell !!

Hier auch der Link für die Initiative Windradfreies Voralpenland

Windradfreies Dietramszell - Flyer - Verein - Klangheimat

Wo geht Dr. Vinyl schwimmen ?

Bei der Hitze der vergangenen Tage könnte das vielleicht jemand interessieren 🙂

Für alle, die einmal im Bayrischen Oberland sind und gerne schwimmen möchten, empfehle ich dieses wunderschönen Bad das sich dort mehr oder weniger unverändert seit 1934 befindet.
Fantastisch in Arzbach an der Isar nähe Bad Tölz gelegen befindet sich das Alpenbad Arzbach. Diese Bad wird durch quellfrisches Alpenwasser versorgt, hat einen schönen Spielebereich für die Kleinen und gutes Essen.
Der Entspannungswert ist mit 4,- € unschlagbar.

Anbei einige Impressionen:

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