Abbildung – Ein musikalischer Eindruck

Die Abbildung umschreibt einen Eindruck bei der Musikreproduktion. Dabei löst sich der Klang vom Lautsprecher und dieser wird bildlich dargestellt.

Darüber hinaus kommt die Abbildung vom griechischen Wort Hypotyposis und beschreibt eine musikalische Figur.
Sie ist eine musikalische Wendung, die auf verschiedene Arten und Weisen erfolgen kann (harmonisch, melodisch,…).

Des Weiteren hat Joachim Burmeister die musikalische Figur und damit auch diesen Begriff unserer Enzyklopädie im Jahr 1599 beschrieben. Sie ist laut Burmeister eine Verdeutlichung des Textes, mit dem leblose Objekte lebhaft dargestellt werden können.

Heute gilt sie als Oberbegriff für mehrere musikalische Figuren. Beispiele sind die Anabasis (Aufstieg) und Katabasis (Abstieg).

Erfahre noch mehr zu anderen Begriffen in unserer Enzyklopädie.

Chess Records – Label

Die Geschicht von Chess Records
” Chess Records ” war ein amerikanisches Schallplattenlabel aus Chicago, spezialisiert auf Blues, R&B, soul, gospel music, frühen Rock and roll, sowie gelegentliche Jazz releases.
Ab 1950 durch die Brüder Leonard und Phil Chess betrieben, produzierte das Label viele der heute als zentral für die Entwicklung der Rock Musik angesehene Single und albums auf Schallplatte. Musiker und Kritiker Cub Koda beschrieb es als ” Amerikas größtes Blues Label “.

Angefangen hat die Geschichte des Labels 1947 als Leonard Chess finanziell bei ” Aristocrat Records ” einstieg und 1950 seinen Bruder Phil mit ins Geschäft brachte, wodurch sie allein Eigentümer der Firma wurden und sie umtauften. 1952 starteten sie alternativ das ” Checker Records “-Label, das für Radio Lizenzen zuständig war. 1955 starteten sie das Jazz und Poplabel ” Marterry ” das nachher zu ” Argo Records ” und schliesslich zu ” Cadet Records “umbenannt wurde, um eine Verwechslung mit dem britischen Classic Label gleichen Namens auszuschließen.
Während der 50er Jahre kümmerten sich die Brüder größtenteils alleine um die Firma, 1960 jedoch holten sie den legendären Produzenten Ralph Bass an Bord, dem sie die Gospel Musik anvertrauten.

Ihre erste Produktion auf Schallplatte brachten sie 1958 auf den Markt, unter anderem Albums wie ” The Best of Muddy Waters “, ” Best of Little Walter “, und ” Bo Diddley “. 1969 verkauften sie die Rechte an General Recorded Tapes. Leonard verstarb im Oktober des gleiche Jahres. Obwohl Chess-Records über die Jahre viele erfolgreiche ” R&B number ones ” und ” major pop hits ” produzierte, gelang ihnen der große Durchbruch in Form des ersten Platzes auf dem ” Top 100 Billboard ” erst 1972 als sie Chuck Berry’s ” My Ding-A-Ling “, eine Live Aufnahme aus dem englischen Manchester produzierten. Dies leutete auch eine Art Ende für das Chess-Label ein, da GRT nach New York umgezogen war und ChessRecords nun als Filiale von ” Janus Records ” betrieb.
Dadurch verschwand der Name als Schwergewicht der Schallplatten Industrie von der Bühne. 1975 verkaufte GRT was von der Firma übrig war an die New Jerseyer All Platinum Records.
Als 1980 Leonards Sohn Marshall feststellte dass ein großer Teil des Chess-Katalogs auf dem Markt nicht mehr verfügbar war, konnte er Joe und Sylvia Robinson, die ” All Platinum ” führten, überzeugen die Werke unter seiner Aufsicht neu aufzulegen.
2008 erschienen zwei Filme über die Geschichte des Labels: “Cadillac Records” und “Who Do You Love?”

EMT – Ein besonderer Tonabnehmer Hersteller

Hinter dem Kürzel EMT verbirgt sich Elektromeßtechnik  Wilhem Franz, ein Unternehmen das 1940 ursprünglich als KG von Wilhelm Franz gegründet wurde und dem ein schon fast legendärer Ruf in der Studiotechnik inne wohnt.

70 Jahre EMT - 70 Jahre High End Studio Technik Made in Germany - bei Klangheimat2003 neu als GmbH gegründet, stellt dieses Unternehmen in Deutschland Tonabnehmer und Audio Systeme her, die ihresgleichen suchen und zum Besten gehören, was der Weltmarkt zu bieten hat.

In Deutschland hatte man aufgrund der qualitativ deutlich besseren Magnettonaufzeichung die Schallplattentechnik lange Zeit vernachlässigt. Wilhelm Franz erkannte allerdings das Potential der Schallplatte, da er die internationalen Entwicklungen in dieser Richtung nach dem Kriege sehr genau beobachtete. Die zu dieser Zeit in Deutschland vorhandenen Abspielsysteme mit 78 U/min, die für das Abspielen von Schellackplatten und Gelatine-Folien entwickelt wurden, waren für eine Modifikation auf die neue Technik nicht geeignet.
1950/51 stellte Wilhelm Franz zusammen mit dem IRT (Rundfunktechnisches Institut) unter Leitung von Dr. Ing. Kuhl Walter die Vorläufer des EMT927 Studio Plattenspieler vor, mit dem er unter den rundfunkinternen Namen R35 und R80 diese Technik für den hiesigen Rundfunk interessant machte.
Ursprünglich für das Abspielen großer Platten mit 40cm Durchmesser ausgelegt -die bei amerikanischen Rundfunkstationen  verwandt wurden-, bekamt der EMT927 einige Jahre später im Jahre 1956 einen kleinen Bruder Namens EMT930 mit einem 33cm Plattenteller. Die 16 Zoll Variante aus Amerika hatte in Europa keine Bedeutung erlangt.
Die uns bekannte Ära der Schallplatten-Abspielsysteme hatte ihren Anfang genommen.

Die zeitgleiche Entwicklung der berühmten EMT Tondose startete mit dem Zukauf einer OEM Tonzelle, die in den Fünziger Jahren zugekauft wurde. Sie wurde 1959 vorgestellt und war insbesondere für die Wiedergabe mit Mikrorille optimiert. Somit hatte sie ein kleineres Auflagegewicht als bisher, sowie einen erweiterten Frequenzgang sowie reduzierte Verzerrungen.
Ab 1961 erfolgte dann die Stereo-Ausführung und resultierte dann 1965 im EMT TSD15 Tonabnehmer, der heute! noch fast unverändert gebaut wird und zu den renomiertesten Rundfunk-Tonabnehmern der damaligen Zeit zählte.
Bis zum heutigen Tage wurde diese Technik weiter entwickelt und wird ebenso wie damals in Deutschland von Hand gerfertigt. In Mahlberg. Nur 8 km von Lahr entfernt, wo Wilhelm Franz einst begann.

Zur Homepage von EMT Studiotechnik

Frontkanal – auch bekannt als 5.1-Kanal

Der 5.1-Kanal (ausgesprochen Fünf-Punkt-Eins-Kanal) wird auch als Surround-Sound 5.1 bezeichnet. Dieser steht für Mehrkanal-Tonsysteme, wie zum Beispiel den Frontkanal.

Damit wird die Standard-Anzahl von Übertragungskanälen bei Filmton angegeben. Die 5 steht beispielsweise für den mittleren, rechten sowie linken Frontkanal und die hinteren Surround-Kanäle. Die 1 umschreibt wiederum den sechsen (Subwoofer-) Kanal. Dieser hat eine Bandbreite von 0 bis 100 Hertz.

Der 5.1-Kanal kommt ursprünglich aus der Kinotechnik, wobei die wichtigsten Entwicklungsschritte das bekannte Disney Studio übernommen hat.

Der hintere Surround-Ton ist mit dem 5.1Kanal ebenfalls Stereo. Das bedeutet er ist nicht mehr länger eingeschränkt. Ein zusätzlicher Lowfrequency-Kanal gewährleistet insbesondere tiefe Töne über den Subwoofer. Die fünf Hauptkanäle und  ein LFE-Kanal (Tieftonlautsprecher) machen somit den 5.1.-Sound aus.

Mit einem 5.1-Kanal ist es machbar, ein differenziertes Klangbild zu erschaffen. Dabei kann das Geschehen vor, hinter und im gesamten Raum vom Zuschauer verfolgt werden. Die Anzahl der Lautsprecher (Frontkanal, Rear-, Seitenkanäle) und das damit verbundene Klangergebnis haben dafür gesorgt, dass das 5.1-System bis heute noch als Standard im Heimkino gilt.

Zur Anwendung kommt er im Film- aber auch im Heimkino-Bereich. Im privaten Bereich ist lediglich die Größe etwas problematisch, da freistehende HiFi-Lautsprecher in einer solchen Zusammenstellung entsprechend viel Platz einnehmen.

Beim Privatgebrauch besteht das Ziel darin, alle Schallquellen gleichmäßig im Raum zu verteilen. Dazu eignen sich fünf gleiche Lautsprecher für Front, Center und Surround. Zudem muss der Hörer von diesen Schallquellen im gleichen Abstand entfernt sitzen.

Außerdem ist es mit einem 5.1-Kanal nicht möglich einen geeigneten Schall, der von rechts kommt, abzubilden.

Bei der Weiterentwicklung, wie 7.1-Tonformaten wird ein fließenderer Übergang zwischen dem Frontkanal und Rear-Lautsprecher geschaffen. Das erfolgt mithilfe von Half-Rear-Lautsprechern.

Neben den 5.1 und 7.1 Kanälen gibt es auch noch 6.1-Systeme. Diese haben jedoch nur ein geringes Potenzial. Bei den 6.1-Systemen kommt ein zusätzlicher Rear-Lautsprecher zum Einsatz.

Nadelschliffe bei Tonabnehmern

 Nadelschliffe, Schaftformen und Schaftkonstruktionen im Überblick

audio technica nadel klangheimat
audio technica nadel klangheimat

Die verschiedenen Tonabnehmer Nadelschliffe unterscheiden sich erheblich in ihrer Ausführung und letztendlich im aufgerufenen Preis des Tonabnehmers.
Viele Kunden verwirrt dies, daher möchten wir einen Überblick über die entsprechenden Tonabnehmer Nadelschliffe geben. Hier anhand von Audio Technica Schliffen.

Beginnend mit dem einfachsten, hin zum aufwendigsten Schliff

Die konische Nadel – der konische Nadelschliff

Die konische Nadel ist die weit verbreiteste, preisgünstigste und einfachste Variante des Nadelschliffs.
Dabei berührt die spährische Spitze der konischen Nadel, meist in einem Radius von etwa 0,6mil die Mitte der Plattenrillenflanken.
Der konische Schliff wird für Tonabnehmer verwendet, die hauptsächlich in Plattenspielern niedriger bis mittlerer Preissegmenten anzutreffen sind.
Allerdings bewähren sie sich auch für ältere Plattenspieler, deren Tonarm mit höherer Auflagekraft arbeitet und nicht in der Armneigung justierbar sind.

Die elliptische Nadel – der elliptische Nadelschliff

Im Gegensatz zur konischen Nadel, weißt die elliptische Nadel an der Vorderseite einen breiteren Radius auf als an der Seite.
Dadurch ist die Nadel beim elliptischen Schliff in der Lage, wie die konische Nadel, der Rillenmitte zu folgen, ist aber in der Lage die Höhen präziser abzutasten, da sie einen kleineres Seitenradius besitzt.
Zu beachten ist die Angabe der Größen bei elliptischen Nadeln.
0,3 x 0,7mil bzw. 0,4 x 0,7mil kennzeichnen diese, wobei der erste Wert den Seitenradius der Nadel angibt
Je kleiner der Seitenradius, desto besser die Auflösung und damit der Klang

Die Line Contact Nadel – der Line Nadelschliff

Dieser Schliff bietet wie der Micro Line Contact Schliff die beste Höhenabtastung bei nur minimalen Abrieb. Sie erhalten dadurch die geringst möglichen Verzerrung und minimalsten Plattenverschleiß

Die Micro Line Nadel – der Micro Line Schliff

Der aufwendigste Nadelschliff, bei dem die Nadel fast der Form des Schneidstichels gleicht, mit der die ursprüngliche Masterplatte geschnitten wurde.
Es liegt auf der Hand, daß dieser sehr aufwendige Schliff das meiste aus der “Rille” holt.
Durch ihren speziellen Schnitt ist die Micro Line Nadel in der Lage Bereiche abzutasten, die andere Tonabnehmer Nadeln nicht erreichen können.
Sie erhalten die präziste Wiedergabe im Hochtonbereich, die überhaupt zu erreichen ist.
Der Frequenzgang ist dabei fast gerade über den gesamten Höhenbereich.
Der Schliff ist sehr aufwendig und wird in mehreren Stufen gefertigt. Daher ist ein Tonabnehmer mit Micro Line Nadel natürlich sehr teuer. Allerdings erhalten Sie dafür aber auch nicht nur den bestmöglichen Klang, sondern auch eine höhere Lebensdauer sowohl der Nadel als auch der abgespielten Schallplatten, da die Abnutzung gleichmässig verläuft