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Mingus Charles

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Gelebter Jazz

Charles Mingus (1922–1979) war ein amerikanische Kontrabass Spieler, Komponist und Jazz Klavier Spieler. Er war ebenfalls für sein Engagement gegenüber der Bekämpfung von Rassismus bekannt.

Charles Mingus hat als Komponist, Dirigent, und Instrumentalist die Jazzkultur nachhaltig geprägt. Viele Musiker haben sich durch ihn ausbilden lassen bevor sie beeindruckende Karrieren machten. Seine zwar prägnanten und melodiösen Kompositionen werden nicht oft nach gespielt, was vielleicht an ihrem eigensinnigen Charakter liegt.
Mingus' schräges und furchteinflößendes Temperament ist fast so berühmt wie seine Musik. Sein Wille, niemals seine Künstlerische Integrität aufs Spiel zu setzten, sowie mehrere traumatisch gelebte rassistisch motivierte Erfahrungen haben ihn zu zahlreichen öffentlichen Wutausbrüchen gebracht, auf- wie auch abseits der Bühne.

Er startete seine professionelle Musikkarriere Anfang der 40er Jahre unter Louis Armstrong. 1949 stellt ihn der Vibraphonist Red Norvo ein. Im gleichen Jahr bringt RCA ( RCA steht für Radio Corporation of America)die erste 45rpm Schallplatten auf den Markt. Zusammen mit dem Gitarrist Tal Farlow kennt das Bebop-Trio 1950 und 1951 einen erheblichen Erfolg.

Nachdem er das Trio verlassen hat, zieht Mingus nach New York, und produziert sich u.A als Sideman von Miles Davis. Mit seiner 2. Frau Celia Zaentz Mingus und Schlagzeugspieler Max Roach gründet er 1952 seine Schallplattenfirma "Debut Records".
Am 15 Mai 1953 spielen Mingus, Dizzy Gillespie, Charlie Parker, Bud Powell, und Max Roach im Massey Hall in Toronto. Die Aufnahmen des Konzerts erlauben seiner Schallplatten Firma ein gutes Auskommen, und bringen Mingus einen Platz in der Geschichte des BeBop ein. Im oktober 1954 bietet ihm Savoy Records einen Vertrag an.
Die kommenden 10 Jahre werden sehr produktiv sein – Mingus nimmt ganze 30 Jazz Alben auf.
1956 nimmt er für Atlantic zusammen mit Jackie McLean, Mal Waldron, J. R. Monterose und Willie Jones sein erstes großes Werk Pithecantropus Erectus auf. Drei Jahre später nimmt er u.A. sein "zugänglichstes" Album Mingus Ah Um für Columbia auf, und im Jahr darauf, auf dem Label Candid seines Freundes, der Jazzkritiker Nat Hentoff, das Album Charles Mingus Presents Charles Mingus auf.
Unter dem Label Blue Note erscheint 1961 sein Album Money Jungle. Im Jahr 1963 gibt [lexikonflag]Impulse![/lexikonflag] die 3 Alben "The Black Saint and the Sinner Lady", "Mingus Plays Piano" und "Mingus-Mingus-Mingus-Mingus-Mingus" heraus.

Sein größtes Werk, und auch das längste Jazzstück aller Zeiten ist das 2-stündige Epitaph, das der Musikologe Andrew Homzy während der Archivierung von Mingus' Hinterlassenschaften entdeckte. Es wurde 1989, 10 Jahre nach dessen Tod zum ersten mal gespielt, von einem 30-Mann Orchester unter Leitung von Gunther Schuller

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