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Davis Miles

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Miles Davis

Vom Bebop zum HipHop

Der Jazzmusiker Miles Davis (1926-1991) war einer der innovativsten Künstler der Musik des 20. Jahrhunderts.
 
Aufgewachsen in East St. Louis in einem wohlhabenden Elternhaus lernte er bereits seit seinem 13. Lebensjahr Trompete. Mit 18 zog er nach New York, um dort wenige Semester an der berühmten Julliard School of Music zu studieren.In der Bebop Szene spielte er bereits eine Rolle. Nach wenigen Semestern brach er das Studium jedoch bereits ab, da ihm der Unterricht viel zu sehr von „weißen“ und „klassischen“ Inhalten geprägt zu sein schien.
Zu der Zeit spielte er bereits im Charlie Parker Quintett mit. 1946 ging er mit Parker
nach Los Angeles. Da Parkers Drogenabhängigkeit zusehends stärker wurde, begann Davis eine Solokarriere und gründete ein Nonett, mit dem er erfolgreich Platten verkaufte, die in den fünfziger Jahren unter dem Titel „Birth of the Cool“ Furore machten, indem sie Cool Jazz spielten. Während dessen hatten sie aber in der Jazz Szene bereits Kreise gezogen und zahlreiche Musiker wie Stan Getz und Chet Baker inspiriert.
Der sich daraus neu formierende Stil war der Cool Jazz, der sich vom Bebop durch eine weitaus introvertiertere Haltung unterschied und weniger hektisch war.
Seit dem Ende der fünfziger Jahre war Miles Davis einer der Stars in der Jazzszene.
Er begann auch Flügelhorn zu spielen. 19XX schrieb er seinen ersten Soundtrack für den Film „Fahrstuhl zum Schafott“ von Louis Malle. Während der Aufnahme lernte er die offene und spontane Aufnahmetechnik kennen, die er immer wieder einsetzte.
In den sechziger Jahren entstand das legendäre „zweite Quintett“, mit dem Davis seine letzten rein akustischen Aufnahmen machen sollte, die heute als Klassiker der Improvisation gelten.
Erstmals wurden in dieser Zeit auch Konzerte nicht als nacheinander aufzuführende Nummern sondern als in einanderübergehender Musikteppich gespielt.
Zeit seines Lebens bliebe Davis offen für neue Musikeinflüsse. So war er in den 60er und 70er Jahren an der Entwicklung des Fusion Jazz beteiligt, in dem Einflüsse u.a der Rockmusik mit dem Jazz verschmolzen. Er entdeckte auch die elektronische Musik. 1970 gab er sein erstes Konzert mit einer durch das Wah-Wah-Pedal verstärkten Trompete.
Immer wieder von gesundheitlichen Problemen (und Drogenproblemen) gezeichnet hörte er zwischen 1975 und 1981 gänzlich zu spielen auf. In den 80er Jahren experimentierte er mit
Soul-Musik und elektronischer Musik, nahm auch Jazzversionen einer Popsongs auf.
Während der Aufnahmen für ein Album mit dem HipHop-Produzenten Easy Mo Bee verstarb Davis an den Folgen eines Schlaganfalls.

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