Der Mann kann es einfach nicht lassen! Sein Publikum wird es dem Bluesbarden und Popkünstler Rea aber danken, dass er nach seinem Rücktritt von der Bühne ab diesem Jahr wieder durch Deutschland tourt. Rea, dem man seine schwere Krankheit deutlich ansehen kann, hat jedenfalls bei einem Konzert in Hamburg musikalisch restlos überzeugen können. Auf seiner neuen Tournee "Santo Spirito Tour" hat der Musiker ein Repertoire aus alten Klassikern und neueren Bluesnummern zum Besten gegeben. Die Fans im Hamburger Congress Center dankten dem mittlerweile 60 Jahre alten Künstler mit Standing-Ovations. Chris Rea hatte in den achtziger Jahren eine Vielzahl an Hits und Chartsplatzierungen. Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Josephine", "On the beach" und "I can hear your heartbeat". Seit mehreren Jahren hat Rea der Hitschmiede Musikindustrie, wie er zu sagen pflegt, den Rücken gekehrt und produziert und schreibt ausschließlich Bluessongs, die ihm besser zu Gesicht stehen, als die teilweise seichten Popsongs seiner Karrierezeiten. Möge er noch viele Jahre auf den Bühnen der Welt für wohlige Gänsehaut sorgen und uns weiter mit schönen Bluesrevues versorgen. Long life Chris!
Über den Autor
Mr-Groove
Name: Sascha Sonnwald geboren am: 27.09.1974 in Düsseldorf Analogequipment: Thorens TD 146, Pro-Ject MM-MC Verstärker, LP´s, Singles, Maxis. Lieblingsmusik: Funk, Rock, Metal, Jazz, Soul, Blues, Reggae, Hiphop, Crossover, Klassik. Mottos: In funk we trust, my love is nothing, but the blues, Sex, Drugs and Rock n´Roll. Musikalischer Lebenslauf: Als Kind der Siebziger Jahre wuchs ich mit den Schallplatten meiner älteren Schwester auf. Meine erste wirkliche analoge Erfahrung hatte ich im Alter von ca. 8 Jahren. Zum Geburtstag schenkten mir meine Eltern einen nagelneuen Braun Plattenspieler nebst Boxen. (Wahrscheinlich, weil meine Schwester genug davon hatte, dass ich ständig ihr Zimmer belagerte) Meine erste Single war Glen Campbells Schnulzen-Klassiker „Sunflower“ und ich dudelte die Scheibe so gut wie jeden Tag auf meinem Braun. Etwas später hörte ich auch Kiss und Status Quo, die ich mir immer aus der Sammlung meiner Schwester „stibitzte“. Die achtziger Jahre waren klanglich ein Schock für mich und bis auf ganz wenige Ausnahmen, ist es heute auch dabei geblieben. Musikalisch endgültig kultiviert wurde ich durch Oliver Stones „The Doors“-Film. Die Musik und der charismatische Jim Morrison erweckten meine Leidenschaft zur Musik. Ich verfügte mittlerweile über eine Proton-Anlage (Verstärker, Kassettentape, Radio-Tuner) und Wharfedale Diamond III Boxen. Als Plattenspieler stand ein Onkyo MKII zur Verfügung. Über die Musik der Doors entdeckte ich meine Liebe zum Blues, zum schwarzen Jazz und danach auch zum Funk. Letzteren kannte ich aus den späten Neunziger Jahren, als dieser vermehrt von DJ´s gesampelt wurde. Heute verfüge ich über eine ca. 600 Schallplatten umfassende Sammlung. „I live by the groove“!
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1 Kommentar
Manfred
7. Februar 2012 von 19:08 (UTC 2)
Als bekennender Chris Rea Fan der ersten Stunde, freut es mich besonders, dass er inzwischen wieder die Kraft hat, die Strapazen einer Tournee durchzustehen. Nach seiner schweren Erkrankung hat er das gelungene Album Stony Road aufgenommen. Auf der er unter anderem seine Leidensgeschichte verarbeitet. Schade, dass ich am 22. Februar 2012 keine Zeit habe, sonst würde ich sein Münchener Konzert besuchen.