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Mai 15

Wir basteln eine Jazzsupergroup- Teil 4 – Trompete- Roy Hargrove

Roy Hargrove

 

Einleitung:

Dieser Mann bringt eine Prise frische Jugend in unsere "Rentnerband"! Der im Jahre 1969 geborene Hargrove wuchs in Waco, Texas auf und wurde bereits in der High-School von einem gewissen Branford Marsalis entdeckt. Von da an ging es steil bergauf für Roy, der in seiner bisherigen Karriere mit vielen unterschiedlichen Stilen experimentierte. Sein Spiel, dass zwischen Funk und Jazz variiert, sollte man sich einprägen! Hier kommt also der erste Blechbläser für unsere Jazz-Supergroup, Vorhang auf für Mr. Roy Hargrove. 

Musikalischer Werdegang: 

Hargroves Trompetenstil wurde maßgeblich von David "Fathead" Newman geprägt, den der junge Roy auf seiner Highschool bei einem Konzert mit Soulking Ray Charles kennenlernte. Branford Marsalis wurde auf das frische Talent aufmerksam und ebnete für ihn den Weg zu seinem Recordlabel Verve. Die ersten Aufnahmen brachten den Trompeter mit dem Saxophonisten Bobby Watson zusammen. Weitere Takes mit Verve Künstlern wie Joe Henderson, Stanley Turrentine und eben Branford Marsalis fogten. Seine erste eigene Auskopplung trägt den Namen "Diamond in a rough" und erschien im Jahre 1990. Hargrove hat auf nahezu jeder folgenden Aufnahme mit anderen Stilen gespielt und gehört auch als Komponist zu den ganz Großen seines Fachs. Für das Album "Habana" erhielt er im Jahre 1998 den begehrten Grammy Award. 2002 gewann er den Grammy erneut an der Seite von Herbie Hancock und Michael Brecker. Ausserdem arbeitete er mit Erykah Badu, die er von der Schule kannte, Common, D´Angelo und vielen weiteren Künstlern unterschiedlicher Prägung zusammen. Mit seiner Gruppe The RH Factor mischt der herausragende Trompeter Stile wie Funk, Jazz, Hip-Hop, Dance-Hall und hat sich auch aufgrund seiner Vielseitigkeit einen Platz in der Supergroup mehr als verdient. 

Albumhighlights: 

With the Tenors of our Times- 1994
Parkers Mood- Tribute to Charlie Parker 1995
Habana- 1997
Hard Groove- 2003
Distractions- 2006
Emergance- 2009 mit Big-Band 

Über den Autor

Mr-Groove

Name: Sascha Sonnwald
geboren am: 27.09.1974 in Düsseldorf
Analogequipment: Thorens TD 146, Pro-Ject MM-MC Verstärker, LP´s, Singles, Maxis.
Lieblingsmusik: Funk, Rock, Metal, Jazz, Soul, Blues, Reggae, Hiphop, Crossover, Klassik.
Mottos: In funk we trust, my love is nothing, but the blues, Sex, Drugs and Rock n´Roll.

Musikalischer Lebenslauf:

Als Kind der Siebziger Jahre wuchs ich mit den Schallplatten meiner älteren Schwester auf. Meine erste wirkliche analoge Erfahrung hatte ich im Alter von ca. 8 Jahren. Zum Geburtstag schenkten mir meine Eltern einen nagelneuen Braun Plattenspieler nebst Boxen. (Wahrscheinlich, weil meine Schwester genug davon hatte, dass ich ständig ihr Zimmer belagerte) Meine erste Single war Glen Campbells Schnulzen-Klassiker „Sunflower“ und ich dudelte die Scheibe so gut wie jeden Tag auf meinem Braun. Etwas später hörte ich auch Kiss und Status Quo, die ich mir immer aus der Sammlung meiner Schwester „stibitzte“. Die achtziger Jahre waren klanglich ein Schock für mich und bis auf ganz wenige Ausnahmen, ist es heute auch dabei geblieben. Musikalisch endgültig kultiviert wurde ich durch Oliver Stones „The Doors“-Film. Die Musik und der charismatische Jim Morrison erweckten meine Leidenschaft zur Musik. Ich verfügte mittlerweile über eine Proton-Anlage (Verstärker, Kassettentape, Radio-Tuner) und Wharfedale Diamond III Boxen. Als Plattenspieler stand ein Onkyo MKII zur Verfügung. Über die Musik der Doors entdeckte ich meine Liebe zum Blues, zum schwarzen Jazz und danach auch zum Funk. Letzteren kannte ich aus den späten Neunziger Jahren, als dieser vermehrt von DJ´s gesampelt wurde. Heute verfüge ich über eine ca. 600 Schallplatten umfassende Sammlung. „I live by the groove“!

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