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Mrz 26

Wir basteln eine Jazz-Supergroup- Teil 1- Drums- Billy Cobham

Willkommen zur neuen Serie der Jazzsupergroup-Künstler. Seit längerem schwebt in mir der Gedanke, wie würde sich der und der Jazzer mit dem und dem anhören. Jetzt werden die Experten sicher sagen, die meisten von ihnen, haben doch schon einmal in irgendeiner Art und Weise zusammen gejammt, was auch richtig ist. Aber eben nicht in dem Line-UP, dass vor meinem geistigen Auge schwebt. Die von mir gewählten Künstler entsprechen natürlich meinem Geschmack und sollten nicht für alle das Non-Plus-Ultra darstellen. Und genau darin, sehe ich die Chance dieser Idee. Erstens man lernt neue Künstler kennen bzw. welche die man gar nicht auf der Liste hatte und kommt vielleicht sogar in einen Austausch über eine mögliche Zusammensetzung dieser Supergroup!

Nun also genug der Einleitung, wir kommen zum ersten Mitglied meiner Wunschliste und dieser ist kein Geringerer als der beste Drummer im Fusion-Jazz:

 

Billy Cobham 

Einige Daten zur Person:

William C. Cobham, geboren am 16.Mai.1944 in Panama. Zieht mit seiner Familie in den späten fünfziger Jahren nach New York, wo er Jazz-Drummer werden will und ein Studium an der High School Of Music And Art abschließt. 

 

Musikalischer Werdegang: 

Sein erstes Engagement als Jazzdrummer erhält Billy Cobham von Horace Silver. Dieser hört den jungen Drummer bei einer Aufführung der US. Army Band, dessen Mitglied er von 1963 bis 1968 war. Auftritte und Aufnahmen mit Stanley Turrentine und George Benson folgten. In dieser Zeit sah sich Billy stilistisch dem Free-Jazz verpflichtet. Das sollte sich bereits bei seinem zweiten, großen Engagement ändern. Niemand geringeres als Mr. Miles Davis himself entdeckte den begnadeten Drummer und nahm ihn für eine seiner wohl berühmtesten Scheiben unter seine Fittiche. Das Rock-Jazz-Monster, dass sich "Bitches Brew" nannte, markierte eine völlig neue Stilrichtung im Bereich Jazz: Die Fusion war geboren. Jazz der sich mit Anleihen aus populärer Musik wie Rock, Funk und Soul kreuzt. In den folgenden Jahren wurde diese Stilrichtung massgeblich auch von Billy Cobham weiterentwickelt und beeinflusst. Er spielte im nahezu magischen "Mahavishnu Ochestra" den Gegenpart zum Elektrogitarrenvirtousen John McLaughlin. Für "Tributes to Jack Johnson" kehrte er zu seinem zweiten Lehrmeister, Miles Davis zurück. Das in Cobham auch ein großartiger Arrangeur des Jazz zu finden ist, stellte er mit seinem ersten Solowerk "Spectrum" unter Beweis. Billy Cobham gehört zu den ganz wenigen Drummern, die auf beiden Händen gleich gut spielen können. 

Albumhighlights:

Miles Davis- Bitches Brew (1968) 

Miles Davis- Tribute to Jack Johnson (1970)

Mahavishnu Orchestra- Inner Mounting Flame (1971)

Mahavishnu Orchestra- Birds of Fire (1972)

Billy Cobham-  Spectrum (1973)

Billy Cobham- Stratus (1981)

Billy Cobham- Culture Mix (2002) 

Über den Autor

Mr-Groove

Name: Sascha Sonnwald
geboren am: 27.09.1974 in Düsseldorf
Analogequipment: Thorens TD 146, Pro-Ject MM-MC Verstärker, LP´s, Singles, Maxis.
Lieblingsmusik: Funk, Rock, Metal, Jazz, Soul, Blues, Reggae, Hiphop, Crossover, Klassik.
Mottos: In funk we trust, my love is nothing, but the blues, Sex, Drugs and Rock n´Roll.

Musikalischer Lebenslauf:

Als Kind der Siebziger Jahre wuchs ich mit den Schallplatten meiner älteren Schwester auf. Meine erste wirkliche analoge Erfahrung hatte ich im Alter von ca. 8 Jahren. Zum Geburtstag schenkten mir meine Eltern einen nagelneuen Braun Plattenspieler nebst Boxen. (Wahrscheinlich, weil meine Schwester genug davon hatte, dass ich ständig ihr Zimmer belagerte) Meine erste Single war Glen Campbells Schnulzen-Klassiker „Sunflower“ und ich dudelte die Scheibe so gut wie jeden Tag auf meinem Braun. Etwas später hörte ich auch Kiss und Status Quo, die ich mir immer aus der Sammlung meiner Schwester „stibitzte“. Die achtziger Jahre waren klanglich ein Schock für mich und bis auf ganz wenige Ausnahmen, ist es heute auch dabei geblieben. Musikalisch endgültig kultiviert wurde ich durch Oliver Stones „The Doors“-Film. Die Musik und der charismatische Jim Morrison erweckten meine Leidenschaft zur Musik. Ich verfügte mittlerweile über eine Proton-Anlage (Verstärker, Kassettentape, Radio-Tuner) und Wharfedale Diamond III Boxen. Als Plattenspieler stand ein Onkyo MKII zur Verfügung. Über die Musik der Doors entdeckte ich meine Liebe zum Blues, zum schwarzen Jazz und danach auch zum Funk. Letzteren kannte ich aus den späten Neunziger Jahren, als dieser vermehrt von DJ´s gesampelt wurde. Heute verfüge ich über eine ca. 600 Schallplatten umfassende Sammlung. „I live by the groove“!

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