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Feb 13

Muß High End teuer sein ?

Wie steht es so schön auf einem Blogbeitrag von 2A3 Maniac ?

High End ist, wenn's (trotzdem) Spaß macht.
Auch ich frage mich manchmal, für wen all die auf einer Messe wie der "High End München" angebotenen Geräte eigentlich gemacht sind. Bei all der Preistreiberei, -die natürlich auch ihre Berechtigung hat, sollte man eines nicht außer acht lassen:

Genauso wie das Hobby Motorrad eines Tages aus stirbt, so wird sich für das Thema High End niemand mehr interessieren, sollte es den Herstellern und Marktverantwortlichen nicht möglich sein, für Nachwuchs zu sorgen.
Gibt es denn noch junge Leute wie ich einer gewesen bin, die sich ihre Nasen vor der Schaufensterscheibe des nächsten Hifi Händlers platt drückten ?
Möglich war dies ja nur deshalb, weil 1300,- DM eine durchaus nicht sofort überwindbare Hürde darstellten. Wobei die Betonung auf "sofort" liegt.
Mit etwas Geschick und Einspargeschick am Wochenende war es einem möglich, sich diesen Betrag vom Mund ab zu sparen und eines Tages doch glücklicher Besitzer eines Gerätes mit Aufdruck "Marantz, Rotel etc." sein Eigen zu nennen.

Geht das heute noch mit dem vermeintlichen High End ? Klar, es gibt die günstigen Geräte. Aber wer will die Plastik-Kisten schon haben ? Und die mit den schönen Frontplatten wechseln nur den Besitzer, wenn dieser kurz vorher seinen Porsche Schlüssel in die Tasche sacken ließ.
Wie will man heute noch junge Leute für das Thema High End begeistern, wenn es unerreichbare Luxus-Güter geworden sind ? Gut klingen + wertig aussehen muß nicht zwangsläufig mit dem Begriff "unbezahlbar" in Verbindung gebracht werden.

Ich persönlich sehe dieser Entwicklung mit Sorge entgegen. . . . . . und eines Tages wird man feststellen, daß man Geld nicht essen kann.

In diesem Sinne…einen schönen Abend.

Über den Autor

Klangheimat

Geboren im Jahre 1970 wuchs ich noch mit "vernünftiger" Musik auf, die man sich erarbeiten mußte. Die Schallplatte stellte in meiner Jugend das einzige Medium dar, für das man bereit war Geld auszugeben. Und den Kauf zelebrierte man entsprechend. Kopien zog man sich auf Kassette (meine waren immer aus meinem Geburtsort Ludwigshafen von BASF :-) ), Genuß bezog man von der schwarzen Scheibe. Was eine schöne Zeit.
In der heutigen digitalen Welt verkürzen sich Zugriffsmöglichkeiten in den Nanosekundenbereich. Musik wird konsumiert, nicht mehr tief erlebt. Diesen Zustand bedauere ich sehr, obgleich ich auch die Vorzüge modernen Streamings nutze.
Mein Musik Lebenslauf begann mit Depeche Mode und NDW, führte mich weiter über Hardrock und Metal, gab mir schöne Zeiten im Jahrzehnt der beginnenden Elektromusik (späte Achtziger,frühe Neunziger), ließ mich im Jazz auf den Geschmack kommen und führte mich am Ende sogar wieder zurück zum Metal und Hardrock.
Was einem doch entgeht, wenn man sich nur auf eine Musikrichtung konzentriert.

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